Stolpersteine in Bad Soden – Warum ?

 Bad Soden, seit 1933 Sitz der Kreisleitung der NSDAP und später der Kreisverwaltung der Deutschen Arbeitsfront, ist heute Kreishauptstadt der Bewegung – Partei und DAF – für den Großkreis Main-Taunus-Obertaunus.

so schrieb es W. Dellzeit in seinem Artikel „Bad Soden am Taunus 33-39-Rückblick und Ausblick“ in der Bad Sodener Zeitung am 22.6.1939. Bad Soden galt überregional als NSDAP-Hochburg und Adolf Hitler war von 1933-1946 Ehrenbürger der Stadt Bad Soden.

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Am 10.11.1938 haben sich Bad Sodener Bürger, wie im gesamten Dritten Reich schon seit Tagen zuvor, an den Ausschreitungen gegen Juden beteiligt: Insbesondere die Synagoge und die Israelistische Kuranstalt wurden zerstört und die jüdischen Mitbürger vertrieben.

 

 

Stolpersteine in Bad Soden machen die Opfer nationalsozialistischer Verfolgung sichtbar. Sie werden am letzten in Freiheit gewählten Wohnort verlegt und ermöglichen somit das Gedenken an die Ereignisse und die Menschen. Oft ermöglichen sie Kontakte zu den Familien, die ohne diese Geschehnisse heute Mitbürger wären.

Die Stolpersteine befinden sich an folgenden Orten: