Aufruf

Die AG Stolpersteine braucht Ihre Unterstützung!

Wer hat unter dem Nazi-Regime in Bad Soden gelitten? Wo wohnten sie? Welches Schicksal hatten sie? Auf der home page in Bad Soden sind viele Menschen und ihre Lebenswege verzeichnet – aber das ist nur der Anfang! Es fehlen noch Informationen und Gedenksteine für viele Menschen aus Bad Soden:

  • Die jüdische Gemeinde hatte damals mehr als 50 Mitglieder, aber wir konnten bisher nur 22 Schicksale klären und den Menschen gedenken. Was aus den anderen auf der Liste geworden?
  • Alle Sozialdemokraten und Kommunisten hatten unter den Nazis zu leiden. Fritz Lagemann und Johann Malinowsky waren nur zwei aus einer Widerstandsgruppe der SPD, die in Konzentrationslager gesteckt wurden und schwer traumatisiert wieder herauskamen – Was ist mit den anderen Mitgliedern?
  • Auch in Bad Soden gab es behinderte Kinder und Erwachsene, die abgeholt wurden und nach Hadamar kamen. Von dort gab es kein Entkommen. Bisher wurde noch kein Schicksal von Bad Soden recherchiert, obwohl in der Gedenkstätte Hadamar noch alle Bücher mit den Eintragungen der Insassen erhalten sind.
  • Auch Homosexuelle wurden in Konzentrationslager verschleppt, gefoltert und ermordet. Von Bad Soden ist nichts Konkretes bekannt; die Recherche im Wiesbadener Staatsarchiv über Betroffene aus Bad Soden steht noch aus.

Wer hat Interesse daran, einen Mosaikstein zu dem Bild des Naziterrors damals in Bad Soden hinzuzufügen? Gerade heute im Zeitalter der fake news ist es wichtig, den Tatsachen der Vergangenheit ins Auge zu blicken.

Machen Sie mit! Bitte melden Sie sich bei der Arbeitsgemeinschaft Stolpersteine in Bad Soden

infostolpersteine.in-bad-soden.de

„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“

G. Santayana, 1863-1953

Artikel dazu im Höchster Kreisblatt vom 24.Februar 2020